Qualitätssicherung | Was macht eine gute Kindertagespflegeperson und eine Kindertagesstätte aus?

Da die Qualität der Kindertagespflege maßgebend für die positive Entwicklung des Kindes ist, gelten für betreuende Personen klare rechtliche Vorgaben.

Laut § 43 SGB VIII braucht jede Person eine Ausbildung ur Tagespflegeperson, die Kinder

  • außerhalb der Wohnung der Eltern (Erziehungsberechtigten)
  • während eines Teils des Tages
  • mehr als 15 Stunden wöchentlich
  • gegen Entgelt
  • länger als drei Monate betreuen will.

Um eine erfolgreiche Tagespflegeperson zu werden/ zu sein gibt es Vorraussetzungen an die Persönlichkeit und der körperlichen Verfassung der Tagespflegeperson. Zu den allgemeinen Vorraussetzungen zählen

  • physische und psychische Belastbarkeit
  • Zuverlässigkeit
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Organisationsfähigkeit
  • Kooperationsfähigkeit
  • Ausgeglichenheit
  • Kommunikationsbereitschaft.

Dieses Profil sollte auf die Tagespflegeperson zutreffen um den alltäglichen Belastungen gewachsen zu sein,die täglich anstehen. In der 160 stündigen Ausbildung zur zertifizierten Tagesmutter werden diese Eigenschäften gegebenenfalls geschärft oder auch neu erlernt. Um den Kurs erfolgreich abzuschließen, schreibt die Tagespflegeperson eine Hausarbeit, die prüft ob das im Kurs erlernte Wissen von der Tagesmutter/ von dem Tagesvater angewendet werden kann.

Neben ausgebildetem Tagespflegepersonal benötigt eine Kindertagesstätte "Kindgerechte Räumlichkeiten". Diese werden im § 23 SGB VIII wiefolgt definiert:

  • ausreichend Platz für Spielmöglichkeiten,
  • eine anregungsreiche Ausgestaltung,
  • geeignete Beschäftigungsmaterialien,
  • unfallverhütende und gute hygienische Verhältnisse
  • insbesondere für Kleinkinder eine Schlafgelegenheit
  • Möglichkeit des Spielens und Erlebens in der Natur, in Wald oder Parkanlagen

Das Jugendamt überprüft die Erfüllung dieser Vorgaben und hilft gegebenfalls bei der Optimierung der Einrichtung.